Presse

Vogtländer des Jahres. Mit Knoblauch rauf auf's Siegertreppchen

Erstellt von Thomas H. Stranz |

Leser der "Freien Presse" haben abgestimmt - Pflanzenzüchter aus Zwota sorgt mit Riesenknoblauch für Furore

Plauen/Zwota. Die Überraschung war gelungen: "Habe ich wirklich gewonnen?" fragte Detlef Kittelmann am Sonntag zunächst ungläubig, als er am Telefon vom Sieg erfuhr. Sofort fügte er aber "ein großes Dankeschön" an alle an, die für ihn per Telefon beziehungsweise im Internet abgestimmt hatten. Immerhin 25,3 Prozent. Platz zwei ging an Vosla-Chef Gerhard Liebscher aus Plauen (23,4 Prozent), der die frühere Narva vor dem Aus rettete und damit in einem neuen Unternehmen gut 320 Arbeitsplätze sicherte. Auf den dritten Platz kam Marlies Pocklitz aus Reichenbach (14,3 Prozent). Sie half entscheidend mit, dass ihre kranke Enkelin Nele eine passende Knochenmarkspende bekam. Dem Mädchen geht es inzwischen gut. Insgesamt konnten die Vogtländer wieder unter zehn Kandidaten wählen.

Und da sei die Konkurrenz schon riesig gewesen, sagte Kittelmann. Aber sein Riesenknoblauch der eigenhändig kreierten Sorte "Baretta Sunshine" setzte sich eben durch und markiert die Krönung des fast drei Jahrzehnte währenden Hobbys. "Barettas Sunshine" ist das Ergebnis gezielter Auslese und zugleich die erste zugelassene Amateursorte Deutschlands überhaupt - zertifiziert durch das Bundessortenamt in Hannover. Ein "Ritterschlag" wie Kittelmann findet. Und nun noch der Pokal der "Freien Presse". Die schon länger vorbereitete Silvesterparty mit Nachbarn und Verwandten in Zwota wird am Montag etwas größer ausfallen, ließ er schon mal durchblicken: "Wir feiern bestimmt bis in die frühen Morgenstunden."

Stichwort: Vogtländer des Jahres

Der Leserpreis "Vogtländer des Jahres" hat 2012 seine neunte Auflage erlebt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Rund 1400 Menschen machten diesmal mit. Sie stimmten drei Tagen lang am Telefon oder im Internet über jene zehn Kandidaten ab, die von den Vogtland-Redaktionen in Plauen, Auerbach, Oelsnitz und Reichenbach in einer Vorauswahl vorgestellt wurden.

Dabei geht es immer um Personen, die in den zwölf Monaten des jeweils zurückliegenden Jahres durch ihr Handeln beeindruckten. Beispielsweise weil sie im Beruf mehr als das Übliche tun, rastlos in ihrem Ehrenamt sind oder in ihrem privaten Umfeld Stärke zeigen und andere so zum Nachdenken anregen. Zu den bisherigen Vogtländern des Jahres zählten etwa der Lebensretter Andreas Naumann, Klaus Wirth, Betriebsratsvorsitzender des früheren Viskosegarnherstellers Erika, und Martin Freund, der sich mit seiner Krankenkasse anlegte.

Die drei Erstplatzierten erhalten als Anerkennung einen Pokal in Gold, Silber und Bronze. Gestaltet wurde er vom Oelsnitzer Künstler Alain Bonnas in Form des bekannten V-Handzeichens, was wahlweise für Sieg (englisch: Victory) oder auch für das Vogtland stehen kann.
 

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