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Knoblauch: Paukenschlag für Kochsinfonie

Erstellt von Thorald Meisel |

Detlef Kittelmann aus Zwota baut die Knollen nicht nur erfolgreich an. Jetzt hat er darüber auch ein Buch geschrieben.

Zwota. Detlef Kittelmann ist ein kulinarischer Genießer - aber Knoblauch darf dabei nicht fehlen. Den baut der Zwotaer selbst an, und das mit Erfolg. Seine im Lauf der Jahre gezüchteten Riesenknollen wurden im Sommer 2012 als eigene Sorte unter dem Namen Barettas Sunshine amtlich zugelassen.

Der Knoblauch aus dem Vogtland war die erste Amateursortenpflanze überhaupt, die vom Bundessortenamt in Hannover anerkannt wurde. Für Detlef Kittelmann stellt das die Krönung einer Leidenschaft dar, die er seit inzwischen 30 Jahren für das asiatische Steppengemüse hegt. 2012 hatten die Leser der "Freien Presse" den Zwotaer sogar zum Vogtländer des Jahres gewählt.

Jetzt hat Detlef Kittelmann seine Knoblauch-Geschichte als Buch vorgelegt. Titel: "Knoblauchriesen aus dem Vogtland". Es ist eine unterhaltsame Geschichte, die 1985 auf dem Grundstück an der Erlbacher Straße beginnt, wo er und Ehefrau Uta noch immer wohnen. "Im ursprünglich verwilderten Garten habe ich einiges probiert", schaut er zurück. Als Lückenfüller nutzt er dabei auch Knoblauch, auf dessen Geschmack er beim Bau der Erdgastrasse gekommen war. Nicht alles hat dabei geklappt: "Als Mittel gegen Wühlmäuse half die Knolle nicht".

Wie so oft im Leben, half der Zufall mit - durch den in Klingenthal lebenden alten Bulgaren Christof Gospodinow. Von ihm bekam der Zwotaer manchen Tipp. "Dieses Wissen bildet das Fundament für mein ganzes späteres Tun", schaut Kittelmann zurück. Es ist eine durch ihre Natürlichkeit sehr menschliche Geschichte, die er erzählt. Inzwischen hat der Zwotaer seinen "Lehrmeister", was die Größe der Knollen betrifft, längst überholt.

Wie vielseitig der Knoblauch verwendbar ist, führt der Autor im Buch an. Da fließen auch persönliche Erfahrungen ein. Aber letztlich ist für Kittelmann "Knoblauch der Paukenschlag bei der Kochsinfonie". Da wird der Zwotaer zum Leckermaul: "Selbst mit Honig vereint auf einer frischen Buttersemmel - sollte unbedingt probiert werden".

Klassischen ist natürlich Knoblauch in zerlassener Butter auf gerösteten Brotscheiben - Behschnitz, wie die Vogtländer sagen. Wobei: "Echter Behschnitz entsteht nur auf der heißen Herdplatte", sagt Kittelmann. Auch für Mangold, grob zerkleinert, mit brauner Butter in der Pfanne geschwenkt, dazu ordentlich Knoblauch geraspelt und dann alles über Spagetti verteilt, kann er sich begeistern. "Da tropft mir gleich der Zahn", gesteht er. Einen Tipp hat Kittelmann aber noch: "In der Zweisamkeit sollten unbedingt beide Partner den Knoblauch genießen".

Mehr Informationen zum Buch "Knoblauchriesen aus dem Vogtland" gibt es im Internet: www.barettas-knoblauchbuch.de

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